Kölle Alaaf – bunt, jeck und queer

Köln verwandet sich zum Karneval in eine große Bühne für Brauchtum und rheinische Lebensfreude. Unter dem Motto „FasteLOVEend – wenn Dräum widder blöhe“ findet die Session ab dem 27. Februar 2025 mit dem Straßenkarneval ihren Höhepunkt. 

Das Kölner Dreigestirn  

Die Session wird auch 2025 entscheidend vom Kölner Dreigestirn geprägt, das das Festkomitee Kölner Karneval jährlich neu bestimmt und das für die Zeit des Karnevals über das närrische Volk regiert. Bei der Wahl gab es für dieses Jahr eine Premiere: Das Dreigestirn wird von der StattGarde Colonia Ahoj gestellt – einer queeren Karnevalsgesellschaft, die 2003 ihre Wurzeln im rosa Karneval schlug. Prinz René I., Bauer Michael und Jungfrau Marlis bekleiden die ehrenvollen Rollen, die nicht nur das reiche Erbe des Kölner Karnevals symbolisieren, sondern auch den Mut, für Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft einzutreten – Werte, die die fünfte Jahreszeit maßgeblich charakterisieren.

Rosa Karneval 2025

Der rosa Karneval ist als unverzichtbarer Bestandteil des närrischen Treibens seit mittlerweile drei Jahrzehnten nicht mehr aus Köln wegzudenken. Als erster schwuler Karnevalsverein gründeten sich 1995 die Rosa Funken, die als Wegbereiter des rosa Karneval gelten und in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Was als humorvolle Parodie begann, hat sich längst als echte Institution des Kölner Karnevals etabliert. Die Rosa Funken sorgten mit ihren Auftritten schon immer für Aufmerksamkeit – insbesondere bei der legendären Rosa Sitzung, die ab Mitte der 90er Jahre von Hella von Sinnen moderiert und durch Fernsehübertragungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde. 

Heute sind die Rosa Funken weit über die LGBTQIA+-Community hinaus bekannt und treten auch bei traditionellen Karnevalssitzungen auf. Mit ihren energiegeladenen Shows und rosafarbenen Kostümen stehen sie für Lebensfreude, Vielfalt und Offenheit und spiegeln so den Spirit Kölns wider. Ihr 30-jähriges Jubiläum feiern sie 2025 mit einer besonderen Session, die einmal mehr zeigt, dass Karneval nicht nur Tradition, sondern auch stetiger Wandel und gelebte Diversität ist.

Die Röschen Sitzung im Gloria Theater

Mit der Röschen Sitzung - die Nachfolgerin der legendären Rosa Sitzung – feiert in diesem Jahr ein weiteres Highlight des queeren Karnevals in Köln Jubiläum. Seit ihrer Premiere im Jahr 2005 hat sich die Show von einer alternativen Karnevalssitzung im Kulturbunker zu einem glanzvollen Event entwickelt, das die Karnevalsszene enorm bereichert. Der runde Geburtstag der Sitzung wird im Gloria Theater zelebriert – die Location verwandelt sich an insgesamt acht Abenden unter dem Motto „Für eine Handvoll Glitzer – Die große Jubiläumsgala“ in eine Bühne voller Glamour, Glanz und Glitter. Gäste sind eingeladen, sich in ihre schillerndsten Outfits zu werfen, um stilecht über den rosa Teppich zu schreiten – und vielleicht sogar den Preis für das schönste Kostüm zu gewinnen. 

Die Show selbst verspricht ein Feuerwerk aus Comedy, Musik und Travestie, inspiriert von den größten Stars der Popgeschichte. Von Abba über Barry Manilow bis hin zu Taylor Swift– die Röschen lassen sich von Ikonen inspirieren und bringen ihre ganz eigene Interpretation auf die Bühne. Dabei hat die Sitzung durchaus einen scharfsinnigen und ernsten Kern - pointierte Büttenreden greifen mit bissigem Humor und einem Augenzwinkern aktuelle gesellschaftliche Themen auf und hinterfragen diese kritisch. Natürlich gibt sich auch das Kölner Dreigestirn die Ehre – Prinz, Bauer und Jungfrau stehen am 26. Februar auf der Bühne.

Das Kölner Dreigestirn und der Rosa Karneval stehen stellvertretend für eine gelungene Symbiose aus traditionsreichen Bräuchen, Weltoffenheit und LGBTQIA+-Empowerment. Jeder Jeck findet Platz im bunten Karneval. Von Weiberfastnacht über den weltbekannten Rosenmontagszug bis zum Aschermittwoch wird die Domstadt zur Kulisse für ein einzigartiges Fest der Freude, des Lachens und der Gemeinschaft.

Mehr Infos und Tipps: www.koelntourismus.de/erlebnisse-lifestyle/karneval.